Städte und Gemeinden

Gerade in gefragten Wohnlagen wird es für Haushalte mit geringem Einkommen immer schwerer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Folge ist eine Abwanderung in andere Regionen. Nach und nach findet so eine Entmischung statt und Menschen, die in ihrem Stadtteil verwurzelt sind, können nicht bleiben. Gerade hier ist es also wichtig, dass bezahlbarer Wohnraum für Städte und Gemeinden realisiert wird.

Neue Bauweisen und attraktive Wohnformen steigern das Ansehen eines Wohnstandorts. Dies gilt insbesondere für gemeinschaftliche Wohnprojekte, die mit einer alters- und sozialgemischten Bewohnerschaft der Gentrifizierung entgegenwirken.

Fairmietergemeinschaften legen dabei insbesondere auf die Nachhaltigkeit wert. Der Anteil am Einkommen, der für das Wohnen aufgebracht werden muss, soll langfristig gleich bleiben. Der ökologische Standard der Projekte sichert zudem niedrige Heizkosten.

Gerade Ältere sind darauf angewiesen, möglichst lange im gewohnten Umfeld zu bleiben. Gemeinschaftliche Wohnprojekte bieten ein soziales Umfeld, das Vereinsamung entgegen wirkt. Die Wirkung gemeinschaftlicher Wohnprojekte kann sich auf die gesamte Nachbarschaft ausdehnen. Durch gemeinsame Veranstaltungen oder Carsharing, das aus dem Projekt heraus angeboten wird, können die Menschen zusammen kommen.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte wirken im Quartier

Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind keine unerreichbaren Inseln. Von ihnen geht oft die Initiative aus, die Nachbarschaft kennen zu lernen. So bieten sich zum Beispiel Hausfest und Gartenparties an, um die Menschen in Wohnumfeld näher kennen zu lernen. Viele Projektbewohner nutzen die gemeinschaftlichen Fläche, um ihre Hobbys zu leben oder Veranstaltungen anzubieten. Aktive Bewohnet*Innen sind also eine Bereicherung für das ganze Quartier.

Bezahlbarer Wohnraum für Städte und Gemeinden inkl. Carsharing

Gerade in Zeiten des CO2- und Energiesparens bietet sich an, auch die Mobilität ins Auge zu fassen. Warum muss jeder Haushalt ein oder sogar zwei Kfz besitzen? Autos stehen den größten teil des Tages nur herum und warten darauf, genutzt zu werden. Wenn vor Ort kein Carsharing-Anbieter vorhanden ist, bietet es sich an, ein eigenes Carsharing Angebot im Projekt zu entwickeln.

Je mehr Menschen sich daran beteiligen, desto mehr Vorteile haben alle. Kleine Auto für den schnellen Weg in die Stadt und große Fahrzeuge für einen Familienausflug können angeschafft und genutzt werden. Die Ladestationen für Elektroautos finden auf dem Grundstück oder in der Tiefgarage Platz.

Ausschreibungen für alternative Wohnformen

Da es die Macher von gemeinschaftlichen Wohnprojekten schwer haben, sich gegen die alteingesessenen Akteure auf dem Wohnungsmarkt durchzusetzen, ist es wichtig, dass Grundstücke der Städte und Gemeinden nach entsprechenden Kriterien ausgeschrieben werden. Um den Wohnungsmarkt zu gestalten, können Festpreis-Ausschreibungen, die einen erhöhten Wert auf das Konzept legen, hilfreich sein. Bezahlbarer Wohnraum für Städte und Gemeinden entsteht nachhaltig nur, wenn die richtigen Menschen zusammen kommen und Projekte mit neuen Ansätzen schaffen.

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